25.Dezember - Urlaub im Urlaub

Endlich im Warmen! Da Nepal teilweise doch sehr anstrengend war, wurde es Zeit für ein wenig "Urlaub im Urlaub". Auf Langkawi, der nordwestlichsten Insel Malaysias tankten wir erst einmal viel Sonne, fröhnten dem faulen Strandleben und ich (Sabine) begann, an meiner Muschelsammlung zu arbeiten.

Am zweiten Tag machten wir uns zum Seven Wells Wasserfall auf. Hier bildet das herabstürzende Wasser Badegumpen und natürliche Rutschbahnen, auf denen wir uns wagemutig in die Tiefe stürzten.

Auch der Dschungel lockte uns und wir stapften eine Weile durch das endlose Grün.

Nach drei Tagen war schon wieder Schluss mit Malaysia: Wir setzten mit dem Boot nach Thailand über. Die erste Stadt, in der wir landeten, war das so gar nicht touristische Satun. Am Abend staunten wir nicht schlecht über die kulinarischen Besonderheiten, die auf dem Nightmarket angeboten werden. Was für Thailänder ganz normal ist, war für uns höchst exotisch und so wagten wir uns nur langsam an all die Leckereien heran.

Mittlerweile halten wir auf jedem Nightmarket Ausschau nach einem "Roti-Stand", hier werden thailändische Pfannkuchen, eben Roti mit Bananen und Schokoladensoße, verkauft. Lecker!

Am 5. Dezember, dem 88. Geburtstag des Königs, erreichten wir Trang. Zu Ehren des Königs veranstaltete die Stadt ein Straßenfest. Mit unseren neu erworbenen Bike-Trikots "Bike for Dad" (mit "Dad" ist der König gemeint, doch dazu später mehr) lagen wir voll im Trend und neben einem Fotoshooting mit Thaischnecken durfte sich Stefan auch noch ins Gratulationsbuch eintragen.

Von hier aus lockte die kleine Insel Kho Mook, auf der wir einen süßen Bambusbungalow bezogen und entweder faul in der Hängematte flackten, oder an schönen Stränden unter Palmen dösten.

Wer uns kennt weiß, dass wir natürlich wieder die feinsten Restaurants ausfindig machten :-)! So gibt es beim "Lady Thai Pankake Shop" wohl die besten Roti und im Sugar's Cafe die am liebevollsten zubereiteten Cafe Latte.

Die Attraktion der Insel ist die Esmeraldahöhle, die man nur vom Meer aus erreichen kann. Die meisten Touristen besuchen diese Höhle mit knatternden Longbooten oder riesigen Ausflugsschiffen, wobei man dann durch die Höhle schwimmen muss, um an den dahinterliegenden kleinen Strand zu gelangen. Wir hingegen charterten ein Kajak und paddelten durch die Höhle zum Strandkessel. Dass wir mittags nicht alleine sein würden war uns klar...

...deshalb paddelten wir zunächst die zerklüftete Steilküste entlang und fanden einen herrlich einsamen Strand zum Schnorcheln.

Am späteren Nachmittag fuhren wir ein zweites Mal durch die im mittleren Teil stockfinstere Höhle ...

... und siehe da, wir waren fast alleine und schon hatte das frühere Piratennest sein abenteuerliches Flair.

Am Charliebeach, der im Westen der Insel liegt, genossen wir dann den Sunset mit Cocktails.

Eigentlich wollten wir längst weiter ziehen, aber ich überredete Stefan, noch einen weiteren Tag zu bleiben, um einem besonderen sozialen Event beizuwohnen. Stefan nennt es "Rettet die Seekuh": Zum einen wurden anlässlich des Königsgeburtstages tausende Fischlein in die Freiheit entlassen (das macht man traditioneller Weise so) und so setzten auch wir in Tüten verpackte Fischlein im seichten Wasser aus. Zum anderen wurde noch ein wenig Seegras für die Seekühe angepflanzt. Aber das Wichtigste war, dass viel fotographiert wurde, denn eigentlich war die Veranstaltung eher eine PR-Aktion der hiesigen Stromgesellschaft. Linda, eine nette Hamburgerin versicherte Stefan dennoch, dass er durch diese Aktionen sicher viel gutes Karma auf sich geladen hätte.

Kho Lanta war die nächste Insel unseres thailändischen Inselhoppings. Gerade angekommen auf der Insel, lockte das nette Piercafe "Sandy" mit besonderen Shakes. Überhaupt waren Früchteshakes die neuen Lieblingsgetränke von uns und wir taten uns oft schwer, zwischen all den köstlichen Früchten auszuwählen.

An der südlichsten Spitze von Kho Lanta befindet sich ein Nationalpark, den wir früh morgens im herrlichsten Sonnenlicht besuchten.

Plakate kündigten schon seit Beginn unseres Thailandradelns das Event des Jahres an: Bike for Dad. Zu Ehren des Königs veranstalteten alle 77 Provinzen in Thailand eine Radtour. Diese Radtouren fanden alle am 11. Dezember statt. Um an einer dieser Rundfahrten teilnehmen zu können, mussten wir ganz schön strampeln, damit wir Krabi, die Provinzhauptstadt, rechtzeitig erreichten. Mit tausenden anderen gelben "Bike for Dad"-T-Shirt Trägern pedalten wir die 29 Kilometer auf abgesperrten Staßen.

Auf herrlich kleinen Straßen, vorbei an Tempeln mit riesigen Buddhastatuen, ging es weiter nach Phang Nga.

Von hier aus machten wir wie "Otto-Normal-Tourist" eine Bootstour in der Phang Nga Bucht: durch ein Labyrinth aus Mangrovenwäldern und Kalksteinfelsen, durch Höhlen und an bizarren Felswänden vorbei fuhren wir bis zur berühmten "James Bond Insel" - nicht unbedingt die schönste, aber auf jeden Fall die meistbesuchte Insel der Bucht.

Leider führte Wasser im Benzin unseres Bootes dazu, dass der Motor kurz nach James-Bond-Island abstarb und wir auf einer kleinen Insel gegenüber der Touristenattraktion strandeten. So lange konnte wohl noch niemand den Felsen bestaunen. Nach drei gescheiterten Hilfsversuchen durch andere Bootsführer wurden wir schließlich auf eine nahe gelegene muslimische Insel geschleppt. Dort gab es auch neues Benzin und wir erreichten wohlbehalten wieder den Pier in Phang Nga.

Um noch ein bisschen Dschungelfeeling zu bekommen, radelten wir ins Landesinnere zum Kao Sok Nationalpark. Hier wanderten wir den Waterfalltrail entlang, wobei uns weniger die unspektakulären "Wasserfälle", als vielmehr die Vegetation begeisterte.

Beim Affentempel ging es über Leitern hoch hinauf, um eine kleine Höhle mit Fledermäusen zu bestaunen. Die Affen ließen sich allerdings nur ungern in ihrer Ruhe stören, machten den Weg dann aber doch widerwillig frei.

Bevor es dann nach Bangkok ging, ließen wir unsere Seele nochmals drei Tage auf der Insel Kho Phayam baumeln. Hier trafen wir den netten Luzerner Juerg, der uns gute Tipps für unsere anstehende Myanmarreise gab.

Neben den traumhaften Sonnenuntergängen waren die hiesigen Buddhastatuen das einzige, was es auf der Insel zu besichtigen und zu bestaunen gab...

...und so tankten wir nochmals richtig auf, bevor wir uns vom Nachtbus nach Bangkok chauffieren ließen.

Noch mehr Bilder gibt es wieder in der Galerie.