11.August 2015 - Über die Alpen

Nach gefühlten 100 Versuchen hatten wir unser "Losradlfoto" im Kasten und starteten am frühen Abend auf unsere erste kurze Etappe nach Straubing zu unseren Studienfreunden Jürgen und Gerti. Diese warteten samt Kids geduldig mit dem Abendessen, bis wir gegen 20 Uhr endlich bei ihnen eintrudelten. Vielen Dank nochmals!

Am nächsten Tag reihten wir uns dann auf dem Donauradweg ein und erreichten am Nachmittag Passau.

Noch einen Tag ging es weiter donauabwärts...

...bis wir kurz vor Linz scharf rechts in Richtung Alpen abbogen. Der Präbichl-Pass ist wohl eine der eher kraftschonenden Varianten der Alpenüberquerung, um die wir aber mit unseren schwer beladenen Drahteseln sehr froh waren.

Zwischendrin gönnten wir uns einen Pausentag im herrlichen Gesäuse-Nationalpark.

Danach entdeckten wir, dass man sich auch auf Flussradwanderwegen recht gut (und flach) durch die Alpen mogeln kann. So radlten wir auf dem Murradweg ins schöne Graz.

Dann war Schluss mit Deutsch: Wir erreichten Slowenien und entlang der Drava die gemütliche Stadt Maribor. Dazu ein wenig Schlaumeierwissen: In Maribor gibt es die mit 400 Jahren älteste Weinrebe der Welt, die sogar noch ordentlich Trauben trägt. Nachdem Sabine dem freundlichen Kellner in der zugehörigen Vinothek erzählt hatte, dass wir auf dem Weg nach Istanbul sind, gab es sogar eine gratis Weinprobe für uns :-).

Weiter ging es auf dem Drava-Radweg nach Ptuj, einem idyllischen Örtchen mit dem vermutlich teuersten Campinplatz unserer Reise: 32€ für ein Stückchen Wiese, neben dem mitten in der Nacht noch ein paar Sachsen ihr Zelt aufbauten.

Wir folgten der Drava bis in das schmucke kroatische Barockstädtchen Varzdin, laut unseres Reiseführers eines der Highlights in Nordkroatien. Und tatsächlich gefiel es uns dort so gut, dass wir gleich zwei Nächte im dortigen Studentenwohnheim blieben: schönes Studentenzimmer mit 2 Betten, 2 Schränken, 2 Schreibtischen und Bad zum Radlerschnäppchenpreis von 30€. Abends schlemmten wir die Spezialitäten der Region (Ente, Grillplatte), tagsüber komplettierte Sabine mit dem passenden Hut ihr Burgherrinnenoutfit.

Weitere Fotos gibt es in der Galerie.